&& I hold your hand as you slip from me

Und Die   schlechtwetterfront   hält an...

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obdachlos zurückgelassen.

...und dieses haus wird fortgerissen von einer schlechtwetterfront.
19.3.08 14:30


alles läuft den bach runter. ich gehe kaum noch zur schule und werde voraussichtlich fliegen. meine eltern und ich haben uns nichts mehr zu sagen, und wenn, dann brüllen wir uns nur noch an. meine eltern haben schon das jugendamt verständigt, als wäre ich tatsächlich ein hoffnungsloser fall. was solls, vielleicht bin ich ja tatsächlich ein schlechter mensch und ich bin an allem schuld. angeblich weise ich ja jegliche schuld von mir und gebe nur anderen die schuld an meiner "psychischen störung". thanx mom, i love u too.

positives gibts im moment nicht zu berichten. feiern war ich gar nicht in letzter zeit, ich hab mich höchstens besoffen.

 

26.2.08 15:26


transformers.

myblog hat sich ganz schön verändert seit ich weg war. da sieht man mal wieder: wenn alex nicht da ist, geht alles den bach runter. der header sieht aus, als wäre die zielgruppe zwölfjährige verspackte mädchen mit pizzagesicht und bill kaulitz-frisur und nich seriöse, intelligente menschen wie unsereins.
ich bin wirklich schwer enttäuscht....

so erstes halbjahr an der neuen schule ist vorbei und siehe da, gute laune, schlechte noten.

mathe: 6 punkte
deutsch: 7 punkte
englisch: 10 punkte
bio: 7 punkte
chemie: 6 punkte
physik: 4 punkte
französisch: 4 punkte
musik: 3 punkte
powi: 8 punkte
geschichte: 7 punkte
ethik: 8 punkte
sport: 7 punkte

schnitt: 7.0 (entspricht einer schulnote von 3-)
fehlstunden: 36 (komischerweise alle entschuldigt)

die versetzung ist gefährdet.
dabei find ich das zeugnis so schlimm gar nicht ...

5.2.08 11:06


weihnachten. herrlich.

die augen auf den fernseher gerichtet. denn hier hat keiner mehr irgendetwas zu sagen.
24.12.07 20:41


unsere haare transformieren zu bitterschokolade, die lippen gefährlich pink. augen verlieren ihren glanz, der gang wird müßig, der kaffee kalt.
wir beginnen das brennen unserer fußsohlen zu lieben, die hohen stiefel essenziell. masochisten.

wir lieben den schmerz denn das scheint das einzige, das wir fühlen, wenn überhaupt. denn eigentlich spazieren wir durch die weltgeschichte mit trüben augen. die ständige reizüberflutung der großstadt hat uns immun gemacht. immun gegen die lichter. immun gegen menschen, die dich anlächeln. immun gegen überteuerten fabrik-glühwein aus polen.
immun gegen 2 grad minus, denn uns wird so oft gesagt, dass uns selbst eine kälte umgibt, die demn temperaturen am nordpol gleichen. immun gegen gefühl.
du weißt es, und du liebst es.

alles was uns bleibt, ist der schmerz, denn freude im herkömmlichen sinne is too much cliché. schmerz in form von fußkrämpfen, halskratzen, blaugeforenen händen & being a failure.
das ist alles was wir haben und alles was wir wollen.

the scent of melancholia.

16.12.07 16:38


ich betrete das raucherabteil es cafés zanetti, ein café inmitten kassels meistbesuchtester mall (ergo: null anonymität und null atmosphäre) und suche mir ein kleines, leises eckchen am rande des abteils (haha.) ich bestelle einen viel zu heißen milchkaffee mit viel zu viel schaum. (ich hasse schaum.) als ich meine schachtel jps black aus der tasche hole und mir die zunge verbrenne, fällt mir ein mädchen ins blickfeld.
sie ist sehr dünn, schwarz gekleidet, und der aschenbecher vor ihr verrät mir, dass sie entweder kette raucht oder bereits seit stunden hier sitzt. ich tippe auf ersteres, weil mir das auch manchmal passiert, vorzugsweise in cafés. das mädchen gewährt mir einen einblick in ihren ausschnitt, in dem ich nichts vorfinde. sie sieht traurig aus, wie sie in ihr buch starrt und ihre zigarette ausdrückt. fast zeitgleich zündet sie sich eine neue gauloise an. ihr blondes haar ist dünn und krisselig, und ihre nägel braun lackiert. plötzlich zückt sie ihren ipod nano aus ihrer tasche und schaltet laut. ich kann nun erahnen, was sie hört. es ist vermutlich tori amos oder coldplay, oder irgendetwas anderes depressiv-wehmütiges.
ich stelle mir vor wie das mädchen den neuesten rihanna-hit hört, plötzlich grinst und ihr wasser über die nicht vorhandene brust kippt, ihren stuhl umschmeißt und lasziv zu tanzen beginnt. eigentlich wäre das gar nicht lasziv gewesen, dazu ist sie zu dünn und zu schlaksig. sie könnte ein russische tänzerin sein, nur leider ohne die grazie.
doch das wird nie passieren. stattdessen grinst sie nur einmal kurz, als sie eine lustige passage in ihrem buch entdeckt, doch das grinsen erlöscht fast so schnell, wie es gekommen war. ich versuche, zu entziffern, welches buch sie liest, doch egal wie ich mich recke und strecke, ich kann es nicht sehen.

ich erschricke, als ein mann am tisch zu meiner rechten anfängt zu schreien. nun, es ist kein schreien, aber ich bin so sehr in die stille und zerbrechlichkeit des mädchens vertieft, dass für mich selbst der kellner geschrien hätte, wenn er fragte, ob ich zahlen möchte.
der mann ist der inbegriff eines deutschen mann mittleren alters. er hat einen riesigen bier-/fressbauch, kleine blaue knopfaugen und einen grauen schnauzer. seine wurstfinger drohen der frau vor ihm. sie ist vietniamesin, und offensichtlich seine frau, denn sie murmelt leise "nicht vor marc!! nicht vor ihm!" dieser marc ist einhundertprozentig ihr sohn, denn er ist moppelig wie sein vater, hat aber die augen seiner mutter. seine klamotten ähneln die eines pfadfinders, und seine hornbrille ist auch nicht up to date. wenn er 23 wäre, wäre er die perfekte besatzung für das model und der freak. marc fühlt sich sicher gerade wie jemand, der auf einer vollbesetzten öffentlichen toilette seinen dünnschiss loswird. fehl am platz und mehr als peinlich berührt.

von meinen gedanken peinlich berührt, lasse ich meinen blick erneut schleifen... und er fällt auf eine frau, etwa mitte dreizig, unheimlich elegant gekleidet. mein blick fällt sofort auf ihre stilettos, die sie aussehen lassen, als wäre sie eins achtzig. dabei ist sie sicher kleiner als ich. die trägt eine brille von armani und louboutins. sie schlägt die faz auf und zündet sich eine vogue an. sie sieht unheimlich sexy aus. ihre aura ist kalt und distanziert, wie ein rocknroll chick a la kate moss. ihre mudnwinkel sind nach unten gerichtet und als ihr handy klingelt, antwortet sie auf französisch. sie bestellt einen martini rosso. als sich unsere blicke treffen schaue ich schnell weg, und sie beginnt ihre zeitung zu lesen.

 

ich frage mich, was all deren leben ausmacht, was hinter der fassade steckt.


das mädchen, ein magersüchtiges mädchen aus der oberschicht, das wohl eben mit ihrem tennisspielenden freund schluss gemacht hat, weil er sie betrogen hat. am liebsten würde sie aus dem fenster springen.
der mann, ein phänomenaler loser, der bereits einmal geschieden und schmied oder sowas ist und hier in deutschland keine frau abkriegt. er fliegt vermutlich immer wieder nach ostasien und vergewwaltigt kleine kinder, obwohl er eine frau hat, die alles wortlos über sich ergehen lässt, weil sie dankbar sein muss für das, was sie hier hat.
marc, der seine jacke nicht auszieht, um seine fettpolster zu verstecken. marc, der sich nachts in kannibalismusforen aufhält.
und schließlich die sexy frau, die nichts an sich heranlässt, denn sie kennt das spiel... keiner interessiert sich für sie, ihr aussehen ist das einzige, was zählt. sie will sich nicht verlieben, aus angst, ausgenutzt zu werden. doch am ende ist sie diejenige, die am ende verliert...

 

ich bezahle 2,60 euro für einen angenippten kaffee. und gerade in dem moment, in dem ich aufstehe und meine jacke zuknöpfe, sehe ich es. das komplette cover des buches.
Hectors Reise / Die Suche nach dem Glück.

ich hoffe, die suche ist bald beendet.
für alle von uns.

3.11.07 18:40


butterfly-effect.

die hässliche, blinde raupe frisst sich fett bis zum geht nicht mehr und fällt in einen langen tiefen schlaf in ihrem wohlig warmen kokon, der ihr schutz vor der welt und deren kälte bietet.
irgendwann jedoch, nachdem sie genug kraft gesammelt hat, erwacht die fette raupe aus ihrem schlaf und bricht aus dem kokon aus, um als schmetterling die welt zu erobern und die menschen mit ihrer neu erlangten schönheit zu beglücken.

leider sterben die schmetterlinge langsam aber sicher aus, und ich kann nur hoffen, dass mich mit ein bisschen glück die metamorphose noch ereilt...


irgendwann.

4.10.07 11:43


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